Mobbing, Grenzverletzungen und Krisen - Intervenieren, Gespräche führen, Sicherheit schaffen

Führungskräfte stehen im Spannungsfeld zwischen Fürsorgepflicht, Teamdynamik und Handlungsdruck, wenn Konflikte eskalieren oder Grenzverletzungen gemeldet werden. Dieses zweitägige Intensivtraining vermittelt fachliche Einordnungskompetenz, trainiert strukturierte Gesprächsführung in praxisnahen Übungsformaten und erarbeitet praxistaugliche Standards für den Umgang mit Konflikten, Grenzverletzungen und interpersonaler Gewalt.

Vor Ort Weiter: 1. Januar 2099 German Schulungs-ID: 191389010

Schulungsübersicht

Ihre Lernziele

Tag 1 – Grundlagen, Dynamiken und Führungsrolle:

  • Abgrenzung: Konflikt, Grenzverletzung und Gewalt – fachliche Einordnung und Grauzonen
  • Mobbing, Bossing und Staffing: differenzierte Bewertung
  • Eskalationsdynamiken und Frühwarnsignale (früh / mittel / akut)
  • Rechtliche Orientierung (kompakt): Fürsorgepflicht, Arbeitsschutz, Dokumentation
  • Führungsrolle und Spannungsfelder: Nähe/Distanz, Macht/Verantwortung, Loyalität/Schutz
  • Selbstverständnis als Führungskraft im Umgang mit Konflikten und Krisen

Tag 2 – Handlungssicherheit, Gesprächsführung und Standards:

  • Situationen richtig einschätzen: Wie dringend ist es, was braucht Schutz, was sind die nächsten Schritte?
  • Fallarbeit an anonymisierten Praxisbeispielen: Einordnen, priorisieren, entscheiden
  • Gesprächsführung mit betroffenen und meldenden Personen: Struktur, Sicherheit, Verbindlichkeit
  • Gesprächsführung mit beschuldigten Personen: Fairness, Klarheit, Deeskalation
  • Schwierige Gesprächssituationen trainieren: Umgang mit Abwehr, Bagatellisierung und Gegenangriff
  • Grundlagen der Krisenintervention: Schutzmaßnahmen, Dokumentation, Eskalationswege
  • Erarbeitung gemeinsamer Standards und Leitplanken für die eigene Organisation

Für wen diese Schulung ist

Führungskräfte aller Ebenen, Personalverantwortliche, HR-Business-Partner, Betriebs- und Personalräte, Mitglieder von Krisenteams, Ansprechpersonen für Beschwerdemanagement und Gewaltschutz, Compliance-Verantwortliche. Besonders geeignet für bestehende Führungsteams, die ein gemeinsames Vorgehen entwickeln wollen.

Über diese Schulung

Wenn Führungskräfte mit Konflikten, Grenzverletzungen oder Gewaltvorwürfen am Arbeitsplatz konfrontiert werden, fehlt es oft nicht am guten Willen, sondern an fachlicher Einordnung, klarer Gesprächsführung und einem verlässlichen Handlungsrahmen. Die Konsequenzen sind gravierend: Betroffene fühlen sich im Stich gelassen, Beschuldigte werden ohne Verfahren verurteilt oder geschont, Teams spalten sich und die Organisation verliert Handlungsfähigkeit.

Tag 1 legt die fachliche Grundlage: Die Teilnehmenden lernen, Konflikte, Grenzverletzungen und Gewalt voneinander abzugrenzen, Eskalationsdynamiken einzuschätzen und Frühwarnsignale zu erkennen. Sie reflektieren ihre eigene Führungsrolle im Spannungsfeld von Nähe und Distanz, Loyalität und Schutz, Handlungspflicht und Verhältnismäßigkeit.

Tag 2 fokussiert auf die praktische Anwendung: In strukturierten Übungsformaten trainieren die Teilnehmenden Erstgespräche mit betroffenen und meldenden Personen sowie Gespräche mit beschuldigten Personen – fair, klar und deeskalierend.

Sie üben den Umgang mit typischen Gesprächshürden wie Abwehr, Gegenangriff oder Bagatellisierung. Abschließend erarbeiten sie gemeinsame Standards und Leitplanken für den Umgang mit Konflikten und Grenzverletzungen in ihrer Organisation.

Das Seminar kann als zusammenhängender Zweitagesblock oder als zwei aufeinander aufbauende Einzeltage gebucht werden.

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